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Fragwürdige Reviews.

Reacher, Season 4 (2026) – Solide Action mit Abzügen

Bild: Amazon MGM Studios / Prime Video

📅 Erscheinungsjahr: 2026
⏱ Laufzeit: ca. 44 – 49 Minuten pro Folge
🎭 Genre: Action, Thriller, Drama
🎥 Gesehen: Amazon Prime (OV)


Keine Sorge – dieses Review ist spoilerfrei!

Wer kennt es nicht: Die neue Staffel hat schon wieder so lange auf sich warten lassen, dass man erst einmal die letzten 28 Staffeln nachholen muss, um überhaupt wieder reinzukommen. Normalerweise ein Problem – nicht aber bei Reacher. Jede Staffel erzählt eine in sich geschlossene Geschichte mit neuen Nebencharakteren.

Und Reacher zählt für mich aktuell zu den besten Action-Serien da draußen. Nicht umsonst gehört die Serie zu den erfolgreichsten Formaten auf Amazon Prime. Doch wie gut schlägt sich die vierte Staffel, die seit dem 16. September 2026 vollständig auf Amazon Prime verfügbar ist?


Worum geht’s?

Jack Reacher gönnt sich gerade ein köstlich aussehendes Philly Cheesesteak, als er in der U-Bahn von Philadelphia eine nervös wirkende Frau bemerkt.

Er könnte sie einfach ignorieren, doch Reacher wird von Problemen angezogen wie Motten vom Licht. Als er auf sie zugeht, zieht sie eine Waffe und erschießt sich vor seinen Augen.

Kurz darauf wollen sämtliche Behörden von Reacher wissen, ob er von der Toten einen USB-Stick erhalten hat – und sie fragen dabei nicht gerade freundlich nach. Reacher vergeht der Appetit auf sein Cheesesteak endgültig.

Gemeinsam mit der Polizistin Tamara Green und Jacob, dem Bruder der Verstorbenen, versucht er, einer dunklen Verschwörung auf die Spur zu kommen.


Gewaltige Physis, geringe Emotionen

Bevor ich Alan Ritchson als Reacher gesehen habe, wusste ich nicht, dass ein Mensch überhaupt so breit sein kann. Was dieser Mann an Muskeln mitbringt, ist schon fast lächerlich und stellt gefühlt jeden anderen Actionhelden der Neuzeit in den Schatten.

Ritchson spielt Reacher mit einer Mischung aus Lässigkeit und Härte, die ihn in der Rolle jederzeit glaubwürdig wirken lässt – auch wenn natürlich wieder maßlos übertrieben wird. Auf der emotionalen Ebene kann er dagegen etwas weniger überzeugen. Die Serie schafft es aber trotzdem, immer gerade genug Gefühl einzubauen, damit ich dranbleibe und mit den Figuren mitfiebere.

Der Cast wird durch Sydelle Noel als Tamara Green und Chris Marquette als Jacob ergänzt. Besonders Marquette, der den Bruder der Verstorbenen spielt, sorgt immer wieder für emotionale Momente. Allerdings hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass er diese emotionale Last nicht immer ganz tragen kann.


Solide Action mit neuen Ideen

Wie bereits erwähnt, gehört Reacher für mich zum Besten, was das Action-Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte. Die Serie punktet immer wieder mit neuen Ideen, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe.

Auch Kostüm und Make-up leisten ganze Arbeit: Narben, Wunden oder einfach nur sehr viel Blut – das alles sieht durchgehend glaubwürdig und hochwertig aus.

Der eigentliche Soundtrack ist treibend, bleibt aber zu keinem Zeitpunkt länger im Gedächtnis.


Zum vierten Mal das Gleiche?

In den Action-Szenen probiert die Serie weiterhin Neues aus, doch bei der Geschichte drehen wir uns langsam im Kreis. Gerade in der vierten Staffel ist mir besonders aufgefallen, wie ähnlich der Ablauf inzwischen ist: Reacher stolpert zufällig in eine große Verschwörung, und es folgen viel Blut und Schmerz.

Innerhalb der Staffel wiederholen sich zudem gewisse Muster. Am Ende fast jeder Folge hat Reacher eine Waffe an der Schläfe, und man fragt sich eine Woche lang bis zur nächsten Episode: Wie zum Teufel kommt er da jetzt wieder raus?

Die neue Folge beginnt dann damit, dass er sich mit mehr Glück als Verstand aus seiner prekären Situation befreien kann – nur um den Rest der Episode wieder vor Behörden und Gegnern wegzulaufen. Und das immer wieder. Und wieder.


Fazit: Starke Action, aber storytechnisch repetitiv

Auch die vierte Staffel macht wieder Spaß, auch wenn mir die storytechnischen Wiederholungen hier so stark wie nie zuvor aufgefallen sind. Was die Story nicht ganz schafft, holt die Serie über die hervorragend choreografierte Action wieder rein. Die Kämpfe sehen auch diesmal hochwertig aus und machen einfach Spaß.

Für die bereits bestätigte fünfte Staffel müsste man aber vielleicht auch auf der Geschichtenebene mutiger werden und neue Wege gehen, damit Reacher auch langfristig spannend bleibt.

🔥 Bewertung: 7/10

Das war’s von mir – bis zum nächsten Mal! Tschüss!

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