Bild: Amazon MGM Studios / Prime Video – von links nach rechts: James Engelsman, Thomas Holland und Francis Bourgeois
📅 Erscheinungsjahr: 2026
⏱ Laufzeit: 6 Folgen zwischen 47 und 57 Minuten
🎭 Genre: Auto / Unterhaltung
🎥 Gesehen: Amazon Prime (OV)
Als bekannt gegeben wurde, dass The Grand Tour ohne das legendäre Trio bestehend aus Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May weiterlaufen würde, war ich erst einmal skeptisch. Nichtsdestotrotz habe ich der 7. Staffel eine Chance gegeben, die am 4. September 2026 auf Amazon Prime gestartet ist.
Drei Neue am Steuer
The Grand Tour wie auch früher Top Gear war schon immer eine Serie, die vor allem von der Chemie der drei Moderatoren gelebt hat. Und obwohl ich mich mit Autos ungefähr so gut auskenne wie Donald Trump mit der Wahrheit, konnte ich nie anders, als die Folgen zu verschlingen.
Hier bekommen wir nun drei komplett neue Gesichter zu sehen. Und wie das bei Top Gear nach dem Abgang des alten Trios funktioniert hat, wissen wir alle. Doch die Sorge war aus meiner Sicht zum Glück unbegründet.
Wir bekommen hier James Engelsman und Thomas Holland (nein, nicht der Schauspieler von Spider-Man) zu sehen, die mit Throttle House bereits einen YouTube-Kanal hatten, auf dem sie ähnlichen Content machen. Ergänzt werden die beiden von Francis Bourgeois, den die meisten durch seine enthusiastischen Zug-Videos auf Instagram kennen.
Ein Zug-Enthusiast in einer Auto-Sendung? Kann das funktionieren?
Ja, das kann es.
Die drei haben eine sehr starke Chemie miteinander und machen unglaublich viel Spass. Zu keinem Zeitpunkt wirken sie wie ein Abklatsch des Original-Trios, sondern ziehen ihr eigenes Ding durch. Und gerade Francis Bourgeois bringt mit seiner naiven, aber unglaublich enthusiastischen Art eine angenehme Lockerheit mit. Immer wieder liess ich mich von seiner Begeisterung anstecken.
Und wer Angst hat, dass er sich nur mit Zug-Fakten auskennt, den kann ich beruhigen. Francis hat seine Hausaufgaben definitiv gemacht.
Zurück zu den Wurzeln
Sind wir doch einmal ehrlich: Ohne das Original-Trio wären die ersten Staffeln von The Grand Tour wohl kaum ein Meisterwerk gewesen. Es war eine Serie, die nicht immer ganz wusste, was sie sein wollte. Ist es nun ein Abklatsch von Top Gear oder doch etwas ganz Eigenes?
Hier geht man einerseits zurück zu den Basics, schafft es aber dennoch, seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Die siebte Staffel weiss von Minute eins an, was sie sein möchte, und zieht das bis zum Schluss durch.
Im Zentrum stehen natürlich immer die Autos, aber das Ganze wird stimmig ergänzt durch interessante Länder, Flugzeuge und – ja, auch Züge sind dabei.
Mehr als nur schöne Autos
Natürlich hilft es, dass im Hintergrund dieselben Leute stehen wie noch bei den ersten sechs Staffeln. Die Serie ist gewohnt hochwertig produziert.
Einerseits werden die Autos schön eingefangen, andererseits schenkt uns Amazon auch immer wieder eindrückliche Landschaftsbilder, sodass ich direkt Lust auf einen eigenen Roadtrip bekomme. Ich glaube, ich packe schon einmal meine Tasche.
Fazit: Meine Skepsis löste sich rasch in Luft auf
The Grand Tour Staffel 7 ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen sollte.
Die Stimmung war zu Beginn der Serie, gerade auch in den sozialen Medien, sehr negativ. Doch nachdem ich die Staffel nun gesehen habe, kann ich sagen: Die Sorgen waren unbegründet.
Die drei Neuen haben mir grossen Spass gemacht. Mit gutem Humor, einer starken Chemie und tatsächlich auch ordentlich Skill am Steuer macht es einfach Freude, ihnen zuzuschauen.
🔥Bewertung: 8.5/10
Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr von den dreien.
Das war’s von mir. Tschüss!


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