Ehrliche Meinungen.
Fragwürdige Reviews.

Mortal Kombat II (2026) – Ein Upgrade mit Schwächen

Bild: Warner Bros.

📅 Erscheinungsjahr: 2026
🎬 Regie: Simon McQuoid
Laufzeit: 115 Minuten
🎭 Genre: Action, Martial Arts, Fantasy
🎥 Gesehen: HBO Max (OV)


Keine Sorge – diese Review ist spoilerfrei!

Ganze fünf Jahre mussten wir auf diese Fortsetzung warten – eine lange Zeit, die vor allem darauf zurückzuführen ist, dass der erste Teil an den Kinokassen ein ziemlicher Flop war. Erst auf dem Streamingdienst HBO Max konnte der Film so richtig durchstarten und eine solide Fanbasis aufbauen.


Worum geht’s?

Das zehnte Mortal-Kombat-Turnier steht unmittelbar bevor, und sowohl die Outworld- als auch die Earthrealm-Fraktion versuchen, ihre Reihen mit neuen Kämpfern zu verstärken. Für Earthrealm steht dabei nichts Geringeres als die Zukunft der Erde auf dem Spiel.

Im Erdenreich wird der abgehalfterte Schauspieler Johnny Cage rekrutiert, um als fünfter Champion an der Seite von Sonya Blade, Liu Kang, Jax Briggs und Cole Young zu kämpfen. Doch Johnny hat zunächst wenig Interesse an der Sache – bis er schliesslich doch in das Turnier hineingezogen wird.

Und so beginnt das nächste Kapitel von Mortal Kombat.


Neue Gesichter, mehr Tiefe

Während im ersten Teil der Fokus noch stark auf dem eigens für den Film geschaffenen Charakter Cole Young lag, rücken in der Fortsetzung zwei neue Figuren in den Vordergrund: der Schauspieler Johnny Cage, gespielt von Karl Urban (bekannt aus The Boys, Herr der Ringe und Star Trek), und die Outworld-Prinzessin Kitana, dargestellt von Adeline Rudolph.

Beide Charaktere bekommen überraschend viel Hintergrundgeschichte, was es leicht macht, sich mit ihnen zu identifizieren.

Der restliche Cast bleibt hingegen grösstenteils in seinen bekannten Rollen: entweder ordentlich austeilen oder einstecken. Dennoch fühlt sich die Dynamik zwischen den Figuren insgesamt etwas lebendiger an als im Vorgänger.


Mehr Budget, gleicher Soundtrack

Auch in der Fortsetzung ist Benjamin Wallfisch wieder für die musikalische Untermalung verantwortlich. Leider bleibt der Soundtrack erneut wenig einprägsam. Lediglich eine Szene sticht musikalisch hervor – und das nicht einmal dank Wallfisch.

Optisch hingegen hat der Film im Vergleich zum ersten Teil deutlich zugelegt. Das etwas grössere Budget macht sich bemerkbar – auch wenn ein guter Teil davon vermutlich in die Gage von Karl Urban geflossen ist. Die visuellen Effekte sind hochwertiger, und das Setting überzeugt mit mehr Abwechslung, da wir diesmal tiefere Einblicke in die verschiedenen Reiche bekommen.

Die Kämpfe sind erneut ein Highlight: gut choreografiert, dynamisch und unterhaltsam. Die Brutalität bleibt ein Markenzeichen der Reihe, auch wenn der zweite Teil in dieser Hinsicht etwas zurückhaltender ist als sein Vorgänger.

Das spiegelt sich auch in der Altersfreigabe wider: Statt einer FSK-18-Freigabe wie beim ersten Teil gibt es diesmal „nur“ eine FSK 16.


Endlich eine bessere Story

Auch wenn dieser Film – wie sein Vorgänger – vor allem von der Action lebt, ist die Geschichte diesmal spürbar besser strukturiert. Der Handlungsbogen ist klarer, mit einem nachvollziehbaren Anfang, einer spannenden Mitte und einem zufriedenstellenden Ende.

Besonders positiv überrascht hat mich, wie es dem Film gelungen ist, mehr Spannung aufzubauen als der erste Teil. In Sachen Storytelling ist Mortal Kombat II seinem Vorgänger definitiv überlegen.


Fazit – Spürbar besser als der Vorgänger

Die Fortsetzung nimmt sich die Stärken des ersten Teils zu Herzen und arbeitet gleichzeitig an dessen Schwächen. Das Ergebnis ist ein Film, der sich deutlich runder und durchdachter anfühlt.

Der Fokus auf neue Charaktere wie Johnny Cage und Kitana tut dem Film sichtlich gut und bringt frischen Wind in die Reihe.

🔥 Bewertung: 6.5/10

Ich hoffe tatsächlich, dass es einen dritten Teil geben wird. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich der Film auf den Streaming-Plattformen etablieren kann, denn an den Kinokassen war auch diese Fortsetzung leider ein Flop.


Das war’s von mir. Tschüss!

Hinterlasse einen Kommentar