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Fragwürdige Reviews.

Mortal Kombat (2021) – Mehr Wumms als Tiefgang

Bild: Warner Bros.

📅 Erscheinungsjahr: 2021
🎬 Regie: Simon McQuoid
Laufzeit: 105 Minuten
🎭 Genre: Action, Martial Arts, Fantasy
🎥 Gesehen: HBO Max (OV)


Keine Sorge – diese Review ist spoilerfrei!

Soll ich heute Abend einen Film schauen oder lieber ein paar Runden auf der Konsole zocken? Diese Frage hat sich wohl jeder Gamer schon mal gestellt … oder bin ich da allein? Mit Mortal Kombat (2021) muss ich mich zum Glück nicht entscheiden – hier bekomme ich meine Portion Film-Action und Gaming-Vibes in einem. Klingt vielversprechend, oder?


Worum geht’s?

Das Reich Outworld hat Earthrealm bereits in neun von zehn Turnieren besiegt, die als Mortal Kombat bekannt sind. Sollte Earthrealm auch das zehnte und letzte Turnier verlieren, wird es gemäss den alten Regeln von Outworld erobert.

Doch eine Prophezeiung besagt, dass das Blut von Hanzo Hasashi eine neue Generation von Champions vereinen wird, um den Sieg von Outworld zu verhindern. Blöd nur, dass auch Outworld von dieser Prophezeiung weiss – und alles daransetzt, die Champions der Erde zu eliminieren, bevor das Turnier überhaupt beginnt.


Charaktertiefe? Fehlanzeige.

Wer bei Mortal Kombat auf tiefgründige Charaktere hofft, wird enttäuscht. Aber mal ehrlich: Das war auch nie der Fokus der Spielreihe. Mortal Kombat lebt von seiner kompromisslosen Brutalität – und genau das liefert der Film.

Die hohe Altersfreigabe kommt nicht von ungefähr, denn einige Szenen sind wirklich nichts für schwache Nerven. Fans der Spiele dürften sich jedoch über die blutigen Kämpfe und die ikonischen Fatalities freuen.

Was die Charaktere betrifft, bleibt vieles auf der Strecke. Lediglich Lewis Tan als Cole Young – ein Charakter, der übrigens eigens für diesen Film erfunden wurde – und Hiroyuki Sanada als Hanzo Hasashi alias Scorpion bekommen etwas mehr Tiefe.

Der Rest des Casts ist hauptsächlich da, um entweder ordentlich einzustecken oder auszuteilen. Leider bleibt die schauspielerische Leistung insgesamt eher blass, was dazu führt, dass der Film emotional nicht wirklich zündet.

Eine Ausnahme möchte ich jedoch noch hervorheben: Josh Lawson als Kano. Er hat mir fast am besten gefallen! Mit seinem australischen Akzent, einer ordentlichen Portion Witz und seinen frechen Sprüchen bringt er frischen Wind in den Film und hat sich schnell als einer der interessantesten Charaktere für mich herauskristallisiert.


Kämpfe, die Spass machen – und ein Soundtrack, der schnell vergessen ist

Das Einzige, was vom Soundtrack wirklich im Gedächtnis bleibt, ist der Name des Komponisten: Benjamin Wallfisch (kein Witz, so heisst er wirklich). Zwar untermalt die Musik die Szenen im Film passend, doch schon kurz nach dem Abspann ist davon kaum noch etwas hängen geblieben.

Visuell macht der Film einen soliden Eindruck, auch wenn man ihm das begrenzte Budget von 55 Millionen US-Dollar anmerkt. Die Effekte sind okay, aber nicht herausragend.

Wo der Film jedoch wirklich punktet, sind die Kämpfe. Die Choreografien sind dynamisch, gut inszeniert und wirken nie zu hektisch oder unübersichtlich. Hier spürt man den „Wumms“, den man aus den Spielen kennt.

Besonders die Brutalität der Kämpfe dürfte Fans der Reihe ein Lächeln ins Gesicht zaubern – mich hat sie jedenfalls oft zum Schmunzeln gebracht, vor allem wegen der vielen Anspielungen auf die Spiele.


Eine Story, die nicht im Fokus steht – und das auch gar nicht will

Es kommt ganz darauf an, mit welchen Erwartungen man an den Film herangeht. Wer hier eine tiefgründige Story à la Christopher Nolan erwartet, wird natürlich enttäuscht. Die Handlung ist eher wirr und bietet keinen klaren roten Faden.

Und das eigentliche Turnier, das Mortal Kombat, sucht man hier vergebens – das hebt man sich für die Fortsetzung auf.

Trotzdem liefert die Geschichte gerade genug, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Es ist kein Meisterwerk, aber auch kein völliges Chaos.


Fazit – Kein Meisterwerk, aber unterhaltsam

Mortal Kombat (2021) ist ein Film, der vor allem Fans der Spielereihe Spass machen wird. Brutale, gut choreografierte Kämpfe treffen auf eine laue Story und oberflächliche Charaktere. Aber hey, mit seinen 105 Minuten ist der Film kurzweilig und bietet solide Unterhaltung – vorausgesetzt, man schaltet den Verstand ein wenig aus. Ich hatte jedenfalls meinen Spass.

🔥 Bewertung: 6/10


Das war’s von mir. Tschüss!

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