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Lee Cronin’s The Mummy (2026) – Wenn der wahre Horror der Film selbst ist

Bild: Warner Bros.

📅 Erscheinungsjahr: 2026
🎬 Regie: Lee Cronin
Laufzeit: 133 Minuten
🎭 Genre: Horror
🎥 Gesehen: Zuhause (OV)


Keine Sorge – dieses Review enthält keine Spoiler.

Ach, gibt es etwas Schöneres, als nach einem langen, stressigen Tag endlich nach Hause zu kommen, sich auf dem Sofa einzukuscheln und einen guten Horrorfilm zu schauen? Das dachte ich zumindest – bis ich Lee Cronin’s The Mummy gesehen habe. Jetzt weiss ich: Es gibt definitiv so einiges Schöneres.


Worum geht’s?

Eine US-amerikanische Familie erlebt das Unvorstellbare: Während eines Aufenthalts in Kairo verschwindet ihre kleine Tochter Katie spurlos. Acht Jahre später wird sie lebendig in einem alten Sarkophag gefunden und kehrt nach Hause zurück. Doch die erhoffte Wiedervereinigung wird schnell zum Albtraum. Katie ist nicht mehr das Mädchen, das sie einmal war – eine dunkle, unheilvolle Präsenz hat von ihr Besitz ergriffen. Was folgt, ist ein Horrortrip, der das Familienheim in einen Ort des Grauens verwandelt.


Wenn man den Figuren ein schlimmes Schicksal wünscht

Die schauspielerischen Leistungen in The Mummy sind leider überwiegend enttäuschend. Das liegt nicht unbedingt an den Schauspielern selbst, sondern vor allem auch an einem schwachen Drehbuch, das die Figuren zu einer Reihe von Entscheidungen zwingt, die so unlogisch sind, dass ich mich mehr als einmal dabei ertappt habe, mir ihren Untergang zu wünschen.

Ein Lichtblick ist Jack Reynor als Familienvater Charlie Cannon. Er bringt glaubhafte Emotionen und eine gewisse Tiefe in den Film, die der Rest des Casts leider vermissen lässt. Die anderen Darsteller bleiben blass und schaffen es nicht, die ohnehin flachen Charaktere mit Leben zu füllen.


Wenn das Beste an einem Horrorfilm die Musik ist

Hier muss ich dem Film ein paar Pluspunkte zugestehen. Der Soundtrack ist atmosphärisch und funktioniert in den meisten Szenen gut. Es gibt sogar einige Songs, die zum Mitwippen einladen – was bei einem Horrorfilm vielleicht nicht unbedingt das Ziel ist, aber hey, man nimmt, was man kriegen kann.

Visuell startet der Film stark. Die Szenen in Kairo sind stimmungsvoll und schaffen eine interessante Atmosphäre. Doch leider verlagert sich die Handlung viel zu schnell in ein unspektakuläres Haus in New Mexico. Das Setting verliert dadurch an Reiz, und die anfängliche visuelle Stärke verpufft. Es bleibt handwerklich solide, aber das Potenzial des Schauplatzes wird nicht ausgeschöpft.


Wenig Mumie, viel Langeweile

Dass der Film nicht viel mit dem Mumien-Franchise mit Brendan Fraser zu tun hat, war spätestens klar, als man den Namen des Regisseurs Lee Cronin vor den offiziellen Filmtitel gehängt hat. Doch wie wenig der Film tatsächlich mit dem Thema „Mumie“ zu tun hat, hat mich dann doch überrascht. Im weitesten Sinne spielt eine „Mumie“ zwar eine Rolle, aber das war’s auch schon. Stattdessen bekommen wir ein überlanges Familiendrama, das sich zieht wie Kaugummi.

Besonders zu Beginn springt die Handlung wild hin und her: Erst gibt es einen Opener, der mich schon fast verloren hätte, dann sehen wir die Familie in Kairo, dann einen Zeitsprung von acht Jahren nach Amerika, dann wieder zurück nach Kairo. Es fehlt an einem klaren roten Faden, und das macht es zu Beginn schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Hinzu kommt, dass der Film sich viel zu ernst nimmt. Die wenigen Horror-Elemente, die vorhanden sind, lösen weder Spannung noch Schrecken aus. Stattdessen erzeugen sie eher unfreiwillige Komik oder einen unangenehmen Ekel, der nichts mit gutem Horror zu tun hat. Und mit einer Laufzeit, die sich wie eine Ewigkeit anfühlt, wird das Ganze schnell zur masochistischen Geduldsprobe.


Fazit – Ein Film, den man lieber im Sarkophag lassen sollte

Lee Cronin’s The Mummy ist leider aus meiner Sicht ein absoluter Reinfall. Optisch sieht der Film zwar stellenweise gut aus, und der Soundtrack ist solide, aber das war’s dann auch schon. Die schauspielerischen Leistungen sind grösstenteils enttäuschend, die Charaktere flach und die Handlung viel zu zäh.

Wer auf eklige Szenen steht, könnte dem Film vielleicht etwas abgewinnen. Aber selbst dann bleibt er zu lang, zu uninspiriert und zu wenig gruselig.

🔥 Bewertung: 4/10

Ich rede Filme wirklich nicht gerne schlecht, da es da draussen schon genügend Negativität gibt, aber diesen Film würde ich wirklich den wenigsten von euch empfehlen.


Das war’s von mir. Tschüss!

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