Bild: Marvel Studios / Paramount Pictures
📅 Erscheinungsjahr: 2010
🎬 Regie: Jon Favreau
⏱ Laufzeit: 124 Minuten
🎭 Genre: Action, Science-Fiction, Superhelden
🎥 Gesehen: Zuhause (OV)
Ach ja, Iron Man 2. Der zweite und gleichzeitig letzte MCU-Film von Jon Favreau. Ein Film, der die Kritiker nie so begeistern konnte wie sein Vorgänger. Die meisten Kritiken fielen eher gemischt aus. Ich hingegen mochte den Film schon immer.
Worum geht’s?
Tony Stark ist Iron Man – und die ganze Welt weiß es. Er hat Konflikte gelöst, die selbst die amerikanische Regierung nicht in den Griff bekommen hat. Ein Grund zur Freude, könnte man meinen. Aber der Senat sieht das anders.
Die Regierung will Tonys Rüstung für militärische Zwecke nutzen und zitiert ihn zu einer Anhörung. Doch Tony bleibt gewohnt cool: „Ich habe den Weltfrieden erfolgreich privatisiert.“
Vor dem Senat behauptet er sogar, dass andere Länder noch mindestens 15 bis 20 Jahre davon entfernt seien, eine vergleichbare Rüstung zu entwickeln. Und diese Aussage stimmt – zumindest so lange, bis der russische Physiker Ivan Vanko ebenfalls einen Arc-Reaktor baut. Plötzlich steht Tony einem neuen, gefährlichen Gegner gegenüber.
Ein Cast, der bestens harmoniert
Wie schon im ersten Teil trägt Robert Downey Jr. den Film mit seiner lässigen Art. Er ist und bleibt der perfekte Tony Stark. Auch wenn er hier nicht ganz so viel Charakterentwicklung bekommt wie noch im ersten Teil.
Doch Iron Man 2 lebt vor allem auch von seinem starken Nebencast.
Mickey Rourke spielt den wortkargen Antagonisten Ivan Vanko alias Whiplash. Sein Charakter ist zwar kein Mann vieler Worte, doch Rourkes Präsenz und Mimik machen ihn zu einer bedrohlichen Figur. Er wirkt wie ein würdiger Gegenspieler für Tony Stark – auch wenn ich ihm die Rolle eines genialen Physikers nicht so ganz abkaufe. Seine Gefahr geht für mich vor allem von seiner Physis aus.
Ein weiterer Antagonist ist Sam Rockwell als Rüstungsindustrieller Justin Hammer. Rockwell, den man unter anderem aus Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, Jojo Rabbit und zuletzt Good Luck, Have Fun, Don’t Die kennt, gehört für mich zu den Highlights des Films. Er spielt Hammer auf eine angenehm unangenehme Weise, und einige der besten Szenen des Films sind diejenigen, in denen er auftaucht.
Und als wäre das nicht genug, bekommen wir hier auch noch den ersten Auftritt von Scarlett Johansson als Black Widow im MCU. Obwohl sie zunächst nur eine Nebenrolle einnimmt, hinterlässt sie bereits einen bleibenden Eindruck und fügt sich nahtlos in das Marvel-Universum ein.
Ausserdem feiert Don Cheadle als War Machine sein Debüt, nachdem die Rolle nach dem ersten Teil umbesetzt wurde. Die Neubesetzung funktioniert für mich erstaunlich gut. Cheadle harmoniert mit Robert Downey Jr. und sorgt als Rhodey für einige unterhaltsame Momente.
Optik und Soundtrack: AC/DC und glänzender Stahl
In Sachen Optik bleibt Iron Man 2 auf dem Niveau, das Jon Favreau bereits im ersten Teil gesetzt hat. Man merkt während des gesamten Films, dass hier derselbe Regisseur am Werk ist. Der Humor, die Action und die visuellen Effekte sind stimmig und hochwertig.
Auch in diesem Film steuern AC/DC einige Songs bei – und wenn ich „einige“ sage, meine ich genau zwei. Immerhin erschien 2010 zusammen mit dem Film ein Kompilationsalbum der Band, das als offizieller Soundtrack veröffentlicht wurde und insgesamt 15 remasterte Songs enthält. Ein nettes Extra für Fans.
Story: Chaos mit Charme
Wenn ich einen Kritikpunkt an diesem Film habe, dann ist es die etwas überladene Story. Wir haben einerseits Ivan Vanko als Antagonisten, andererseits Justin Hammer. Dann geht es um Tonys Beziehung zu seinem verstorbenen Vater Howard Stark, und plötzlich wird auch noch thematisiert, dass der Arc-Reaktor in Tonys Brust, der ihn am Leben hält, ihn gleichzeitig langsam vergiftet. Und als wäre das nicht genug, mischen zusätzlich Black Widow und S.H.I.E.L.D. mit. Das alles macht die Handlung stellenweise etwas unübersichtlich.
Trotzdem schafft es der Film immer wieder, Szenen zu kreieren, die mir im Gedächtnis bleiben. Besonders die Szene beim Historischen Grand Prix von Monaco macht mir jedes Mal wieder grossen Spass – was vielleicht auch daran liegt, dass ich selbst ein grosser Formel-1-Fan bin.
Es gibt einfach Momente, die man nicht vergisst. Genau deshalb sehe ich Iron Man 2 immer wieder gerne.
Fazit: Besser als sein Ruf
Ich finde, Iron Man 2 ist ein Film, der deutlich besser ist, als sein Ruf vermuten lässt. Der zweite Teil macht vieles richtig und bringt die Elemente zurück, die ich schon am ersten Teil mochte.
Ja, die Story wirkt manchmal etwas überladen, aber das verzeihe ich dem Film gerne, weil es so viele grossartige Momente gibt, die im Kopf bleiben. Für mich gehört Iron Man 2 definitiv zu den unterschätzteren Filmen des MCU.
🔥 Bewertung: 8/10
Das war’s von mir. Tschüss!


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