Bild: Amazon MGM Studios / Mattel
📅 Erscheinungsjahr: 2026
🎬 Regie: Travis Knight
⏱ Laufzeit: 140 Minuten
🎭 Genre: Fantasy, Action, Abenteuer
🎥 Gesehen: Zuhause (OV)
Keine Sorge – dieses Review enthält keine Spoiler.
Ich habe mit den Masters of the Universe etwa so viel am Hut wie das DC Universe mit finanziellem Erfolg. Das Einzige, was ich vor diesem Film über diese Truppe wusste, war, dass es sie gibt. Dementsprechend niedrig waren meine Erwartungen. Und tatsächlich wurde ich fast positiv überrascht. Fast.
Worum geht’s?
Ja, gute Frage. Worum geht es eigentlich? Selbst nach dem Film bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich versuche es mal zusammenzufassen:
Der Film beginnt auf dem Planeten Eternia, wo wir den jungen Prinzen Adam kennenlernen. Das Leben dort ist idyllisch und bietet alles, was das Herz begehrt – bis der böse Skeletor die Hauptstadt angreift. Adam wird daraufhin mit dem Schwert der Macht (kreativer Name, ich weiß) durch ein magisches Portal auf die Erde verbannt. Wichtig: Nur mit diesem Schwert kann er nach Eternia zurückkehren. Dumm nur, dass er es im Portal verliert.
Die nächsten fünfzehn Jahre verbringt Adam damit, das Schwert wiederzufinden. Nebenbei arbeitet er in einem normalen HR-Job und gerät regelmäßig mit seiner Vorgesetzten aneinander. Doch eines Tages hat er endlich Erfolg: Er findet das Schwert und kehrt nach Eternia zurück, um sich Skeletor zu stellen und sein Königreich zu retten.
Oberflächliche, aber irgendwie witzige Charaktere
Da ich die Vorlage nicht kenne, habe ich den Film einfach als das bewertet, was er ist: ein Film. Und was die Charaktere angeht, bekommen wir zumindest auf dem Papier einen guten Cast: Camila Mendes, Idris Elba, Jared Leto und Alison Brie. Das Problem? Die meisten von ihnen haben kaum etwas zu tun.
Nur Nicholas Galitzine als Adam beziehungsweise He-Man und Jared Leto als Skeletor stechen wirklich positiv hervor. Galitzine, den man zuletzt in The Sheep Detective gesehen hat, verleiht Adam eine sympathische Mischung aus Naivität und Verletzlichkeit. Gleichzeitig überrascht er in den Action-Sequenzen mit einer beeindruckenden Physis.
Jared Leto, der in den letzten Jahren mit Rollen wie dem Joker oder Morbius eher polarisiert hat, liefert hier ebenfalls eine überraschend unterhaltsame Performance ab.
Die restlichen Schauspieler? Leider ziemlich blass. Das liegt weniger an ihren Fähigkeiten, sondern vielmehr an einem Skript, das ihnen kaum Raum gibt, sich zu entfalten. Die meisten Nebenfiguren sind nach dem Abspann genauso schnell vergessen wie ihre Namen.
Optik und Soundtrack: Hier kann der Film punkten
Visuell und musikalisch hat der Film mich allerdings überzeugt.
Der Soundtrack von Daniel Pemberton (Project Hail Mary, The Drama) ist ein echtes Highlight. Besonders das Main Theme „Eternia“ hat es mir angetan – so sehr, dass ich es während des Schreibens dieser Review rauf und runter laufen lasse. Ob der Track aus der Vorlage stammt oder eigens für den Film komponiert wurde, weiß ich nicht, aber er hat definitiv Ohrwurm-Potenzial.
Auch optisch macht der Film einiges her. Die visuellen Effekte auf Eternia sind beeindruckend und sehen teilweise besser aus als das, was wir zuletzt von Marvel gesehen haben. Die Kostüme sind zwar ein bisschen albern, aber sie passen perfekt in diese bunte, farbenfrohe Welt. Die Action-Sequenzen sind gut choreografiert und wirken weder zu hektisch noch zu chaotisch geschnitten.
Ich weiß nach dem Film weniger über die Charaktere als zuvor
Okay, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es bleibt ein Problem: Selbst nach 140 Minuten weiß ich kaum mehr über die Masters of the Universe als vorher. Abgesehen von Adam bleibt der Rest der Figuren erschreckend blass. Sie sind hauptsächlich dafür da, ein paar witzige Momente zu liefern, aber echte Tiefe sucht man vergeblich.
Die Story selbst ist ebenfalls nichts, was einen vom Hocker haut. Es ist eine klassische, vorhersehbare Gut-gegen-Böse-Geschichte, die man so oder so ähnlich schon unzählige Male gesehen hat.
Fazit: Richtig dumm und doch irgendwie unterhaltsam
Ich bin mit null Erwartungen in diesen Film gegangen – und wurde deswegen auch nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Es gibt durchaus Momente, die Spaß machen und für einen unterhaltsamen Filmabend sorgen. Ja, die Charaktere sind oberflächlich und eindimensional, und die Story ist simpel und vorhersehbar. Aber wenn man den Film mit der Einstellung schaut, einfach nur ein bisschen Spaß zu haben, funktioniert er erstaunlich gut.
Wer eine tiefgründige Fantasy-Geschichte mit komplexen Figuren erwartet, dürfte enttäuscht werden. Wer sich dagegen auf ein buntes, stellenweise herrlich überdrehtes Abenteuer einlassen kann, bekommt solide Unterhaltung geboten. Ich würde mir einen zweiten Teil auf jeden Fall anschauen.
🔥 Bewertung: 6/10
🎬 Post-Credit-Check ✅: Ja, es gibt sowohl eine Mid-Credit- als auch eine Post-Credit-Scene. Beide scheinen darauf ausgelegt zu sein, zukünftige Entwicklungen im Franchise anzuteasern. Fans der Masters of the Universe werden hier vermutlich mehr Anspielungen und Bedeutung erkennen können – für mich als Außenstehenden blieben diese beiden Szenen jedoch eher unspektakulär.
Das war’s von mir. Tschüss!


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