Jurassic World – Der Park ist endlich offen

📅 Erscheinungsjahr: 2015
🎬 Regie: Colin Trevorrow
Laufzeit: 124 Minuten
🎭 Genre: Abenteuer, Action, Sci-Fi
🎥 Gesehen: Zuhause


Keine Sorge – dieses Review enthält keine Spoiler.

Als ich gesehen habe, dass der Film mittlerweile auch schon wieder über zehn Jahre auf dem Buckel hat, hat mich beinahe der Schlag getroffen. Ich persönlich bin mit diesem Teil ins Jurassic-Franchise eingestiegen und durfte ihn damals 2015 im Kino erleben. Ob der Film heute noch genauso gut funktioniert, wie ich ihn in Erinnerung hatte, wird sich gleich zeigen.

Worum geht’s?

14 Jahre mussten wir auf diese Fortsetzung in Form eines Soft Reboots warten. Der Park ist nun endlich das, was John Hammond schon im ersten Film immer vor Augen hatte. Jurassic World ist geöffnet und unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum noch von einem Disneyland … wären da nicht die riesigen Dinosaurier.

Doch während in den ersten Filmen noch ganz normale Dinosaurier ausreichten, verlangen Besucher und Zuschauer mittlerweile nach immer größeren Attraktionen. Die Lösung? Ein genetisch modifizierter Hybriddinosaurier. Sagt das mal drei Mal hintereinander. Welche Gene in den Indominus Rex eingeflossen sind, erfahren wir allerdings erst, als es längst zu spät ist.

Neue Gesichter sind auch wirklich neu

Zum ersten Mal muss ein Jurassic-Film komplett ohne Jeff Goldblum, Sam Neill oder Laura Dern auskommen. Klingt zunächst gewagt – funktioniert aber überraschend gut. Denn der neue Cast rund um Bryce Dallas Howard als Claire Dearing und Chris Pratt als Draufgänger Owen Grady überzeugt auf ganzer Linie.

Ergänzt wird das Ganze durch die beiden Brüder Zach und Gray Mitchell. Gerade Ty Simpkins als Gray, den viele vielleicht noch als den Jungen mit der Kartoffelkanone aus Iron Man 3 kennen, liefert eine überzeugende Leistung ab.

Dazu kommen bekannte Namen wie Vincent D’Onofrio, Omar Sy, Irrfan Khan und Jake Johnson – ja, Nick Miller aus New Girl ist tatsächlich auch dabei. Und selbst Jimmy Fallon hat einen kurzen Auftritt. Nein, daran konnte ich mich beim Rewatch überhaupt nicht mehr erinnern.

Story: Mehr als nur ein Reboot

Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Reboots. Umso mehr muss ich Jurassic World dafür loben, wie geschickt der Film den Spagat zwischen Alt und Neu meistert.

Einerseits greift er viele Elemente auf, die das Original so besonders gemacht haben, andererseits entwickelt er das Franchise sinnvoll weiter und spricht damit gleichzeitig ein neues, jüngeres Publikum an.

Auch die Geschichte selbst gefällt mir. Sie ist zwar nicht besonders komplex, fühlt sich innerhalb des Franchises wie der nächste logische Schritt an. Natürlich kann man hinterfragen, warum ausgerechnet ein genmodifizierter Indominus Rex erschaffen werden musste. Doch genau das passt zur Botschaft des Films: Wie auch in der Realität muss alles immer größer, spektakulärer und extremer werden. Genau darin zeigt sich die Hybris des Menschen.

Immer wieder schafft es Jurassic World, Szenen zu liefern, die mir auch Jahre später noch im Gedächtnis geblieben sind. Und genau das schaffen längst nicht alle Filme.

Technik & Effekte: Charme trotz einer Tonne Product Placements

Natürlich standen den Produzenten ganz andere technische Möglichkeiten zur Verfügung als Ende der 1990er- oder Anfang der 2000er-Jahre. Die Dinosaurier sind detailreicher, größer und sehen hervorragend aus. Dabei setzt der Film überwiegend auf CGI, während Animatronics nur noch vereinzelt zum Einsatz kommen.

Manchen Fans der ursprünglichen Trilogie dürfte das etwas sauer aufstoßen. Für mich funktioniert dieser Mix aber gut. Die Dinosaurier besitzen nach wie vor genau die Faszination, die sie beim Zuschauer auslösen sollen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings beim Color Grading. Vor allem zu Beginn wirkt der Film auf mich etwas zu dunkel abgestimmt. Ein paar kräftigere Farben hätten dem Park aus meiner Sicht gutgetan.

Und dann wären da noch die Product Placements. Neue Effekte kosten Geld und irgendwie müssen sie schließlich finanziert werden. Universal macht daraus auch keinen Hehl. Immer wieder fallen Automarken, Kaffeeketten oder Schmuckgeschäfte auf, die auffällig prominent platziert wurden.

Mich hat das beim Rewatch teilweise etwas aus der Immersion gerissen. Es ist kein großes Problem, aber beim Rewatch ist es mir deutlich stärker aufgefallen als damals im Kino.

Keine Längen – Unterhaltung über die gesamte Laufzeit

Jurassic Park III hatte seine Laufzeit damals deutlich verkürzt, um die Längen der beiden Vorgänger zu vermeiden. Jurassic World geht einen anderen Weg und setzt stattdessen auf durchgehende Unterhaltung.

Für mich funktioniert das hervorragend. Trotz einer Laufzeit von gut zwei Stunden kam beim Rewatch zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf.

Fazit: Neu, anders und doch irgendwie gleich

Ich mag Jurassic World. Punkt. Und daran hat sich auch nach über zehn Jahren nichts geändert.

Der neue Cast harmoniert hervorragend, die Effekte machen Spaß und die Geschichte entwickelt das Franchise auf eine nachvollziehbare Weise weiter. Vielleicht erreicht der Film nie ganz die Magie des Originals, aber das muss er für mich auch gar nicht. Stattdessen schafft er es, ein neues Kapitel aufzuschlagen, ohne die Wurzeln der Reihe zu vergessen.

Mit Jurassic World bin ich damals ins Franchise eingestiegen. Und auch mehr als zehn Jahre später funktioniert dieser Film für mich immer noch hervorragend.

🔥 Bewertung: 8.5/10

Das war’s von mir. Tschüss!

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