📅 Erscheinungsjahr: 2026
🎬 Regie: Jon Favreau
⏱ Laufzeit: 132 Minuten
🎭 Genre: Sci-Fi, Abenteuer, Action
🎥 Gesehen: Kino
Keine Sorge – dieses Review enthält keine Spoiler. Möge der Film mit dir sein.
Es ist mittlerweile sieben Jahre her, seit Disney mit Star Wars: The Rise of Skywalker das letzte Abenteuer in einer weit, weit entfernten Galaxis auf die grosse Leinwand gebracht hat. Und in dieser Zeit lief für Star Wars längst nicht alles nach Plan. Die Sequel-Trilogie spaltete die Fanbase, während Serien wie Obi-Wan Kenobi, The Book of Boba Fett oder The Acolyte viele Fans eher enttäuschten als begeisterten.
Umso grösser waren die Hoffnungen, dass The Mandalorian and Grogu dem Franchise wieder neuen Schwung verleiht. Finanziell blieb der Film zwar hinter den Erwartungen zurück – aber kann er inhaltlich überzeugen?
Worum geht’s?
Din Djarin (Pedro Pascal) und sein Ziehsohn Grogu sind zurück. Mittlerweile arbeiten die beiden für die Neue Republik und jagen gegen Bezahlung verbliebene Truppen des Galaktischen Imperiums – klassisches Söldnergeschäft eben.
Ein neuer Auftrag führt sie mitten in die Machenschaften des kriminellen Hutt-Kartells. Mehr möchte ich über die Handlung gar nicht verraten. Einerseits wegen der Spoiler, andererseits passiert storytechnisch tatsächlich nicht allzu viel mehr.
Helden & Bösewichte
Pedro Pascal verbringt – wenig überraschend – gefühlt 99 % der Laufzeit hinter dem Helm des Mandalorianers.
This is the Way.
Da viele Figuren entweder maskiert oder vollständig CGI sind, gibt es schauspielerisch insgesamt wenig, das besonders heraussticht. Eine Ausnahme bildet Sigourney Weaver als Colonel Ward. Allerdings bleibt ihre Rolle so klein und unbedeutend, dass ich ihren Charakternamen nach dem Kinobesuch tatsächlich nachschlagen musste. Das sagt wohl alles.
Zurück zum alten Charme
Schon vor dem Film stellte ich mir eine entscheidende Frage:
Rechtfertigt dieser Film überhaupt seinen Platz auf der grossen Leinwand?
Meine Antwort lautet: Jein.
Optisch macht The Mandalorian and Grogu zwar einiges her, doch die Geschichte wirkt oft wie eine etwas grösser produzierte vierte Staffel der Serie. Es gibt keine riesigen Schlachten um das Schicksal der Galaxis und keine übermächtigen Jedi oder Sith, die alles retten müssen.
Und genau darin liegt gleichzeitig die grösste Stärke des Films.
Er konzentriert sich auf eine kleine, in sich geschlossene Geschichte, für die man praktisch kein Vorwissen braucht. Man setzt sich ins Kino, lehnt sich zurück und bekommt ein unterhaltsames Abenteuer serviert. Wann konnte man das bei einem grossen Franchise zuletzt noch behaupten? Mir fällt spontan keines ein.
Technik, Soundtrack & Tempo
Visuell liefert der Film eine solide Leistung ab, ohne dabei echte Kinomagie zu entfalten. Viele Szenen hätten auf dem heimischen Fernseher vermutlich ähnlich gut funktioniert.
Ganz anders sieht es beim Soundtrack aus.
Ludwig Göransson übernimmt erneut die musikalische Leitung und liefert meiner Meinung nach einen der besten Soundtracks, die ich je im Kino gehört habe. Die bekannten Themen aus der Serie werden perfekt mit neuen Kompositionen ergänzt und sorgen immer wieder für Gänsehautmomente.
Obwohl der Film keine Post-Credit-Szene besitzt, blieb ich bis zum Ende sitzen – einfach nur, um die Musik weiter zu geniessen.
Mit 132 Minuten Laufzeit hat der Film zwar ein paar kleinere Längen in der Mitte, insgesamt bleibt das Tempo aber angenehm und die Geschichte verliert nie völlig ihren Fokus.
Fazit: Kleines Abenteuer statt galaktisches Spektakel
The Mandalorian and Grogu ist kein Star-Wars-Film, der das Franchise neu erfindet oder die Galaxis auf den Kopf stellt. Stattdessen erzählt er bewusst eine kleinere Geschichte, die ohne riesige Bedrohungen und kompliziertes Vorwissen auskommt.
Gerade das macht den Film sympathisch.
Trotzdem bleibt der Eindruck bestehen, dass diese Geschichte als vierte Staffel von The Mandalorian auf Disney+ vermutlich genauso gut funktioniert hätte. Wirklich kinowürdig fühlt sich vor allem der fantastische Soundtrack an, während die Handlung insgesamt etwas zu klein bleibt.
Wer die ersten beiden Staffeln von The Mandalorian mochte (ja, Staffel 3 lasse ich bewusst aussen vor), wird auch hier seinen Spass haben. Ob sich dafür allerdings zwingend ein Kinobesuch lohnt oder ein Disney+-Release gereicht hätte, muss jeder für sich selbst entscheiden.
🔥 Bewertung: 7.5/10
Das war’s von mir. Tschüss!


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