📅 Erscheinungsjahr: 2001
🎬 Regie: Joe Johnston
⏱ Laufzeit: 92 Minuten
🎭 Genre: Abenteuer, Sci-Fi, Action
🎥 Gesehen: Zuhause (OV)
Keine Sorge – dieses Review enthält keine Spoiler.
Kleiner Disclaimer: Ich habe dieses Review geschrieben, bevor ich die Mitteilung gelesen habe, dass Sam Neill leider am 13. Juli 2026 überraschend verstorben ist.
Alle guten Dinge sind drei… zumindest, was die Jurassic Park-Filme betrifft. Die Produzenten dachten sich offenbar, dass die Zuschauer noch mehr von Isla Sorna – der im zweiten Teil eingeführten Anlage B – sehen möchten. Ob sich diese dritte Reise ins Wunderland der Dinosaurier lohnt? Finden wir es heraus.
Worum geht’s?
Acht Jahre nach den Ereignissen von Jurassic Park und vier Jahre nach The Lost World weiß mittlerweile selbst der hinterletzte Mensch, dass irgendwo vor Costa Rica geklonte Dinosaurier ihr Unwesen treiben.
Natürlich könnte man diese Insel einfach in Ruhe lassen… oder man fliegt mit einem Gleitschirm gefährlich nah daran vorbei.
Genau diese brillante Idee – die selbst Albert Einstein ziemlich dumm hätte aussehen lassen – hatten Ben Hildebrand und der zwölfjährige Eric Kirby. Um zu wissen, dass das keine gute Idee ist, muss man wirklich kein Paläontologe sein.
Die beiden stranden auf der Insel. Und um sie wieder herunterzuholen, braucht es tatsächlich einen Paläontologen. Genauer gesagt einen alten Bekannten.
Ja, ihr habt richtig geraten: Dr. Alan Grant ist zurück. Und mit ihm Sam Neill.
Alte und neue Gesichter
Was Jeff Goldblum im zweiten Teil nur teilweise gelungen ist, schafft Sam Neill hier mühelos: Er trägt den Film.
Gut, fairerweise profitiert er auch von einem Ensemble, das deutlich besser funktioniert als im Vorgänger. William H. Macy und Téa Leoni spielen Paul und Amanda Kirby – ein Ehepaar, das seinen Sohn auf der Insel sucht. Die beiden bringen eine angenehme Dynamik in die Geschichte, auch wenn manche Figuren erstaunlich schnell über gewisse Verluste hinwegkommen. Da fällt es mir manchmal schwer zu glauben, dass zwischen ihnen wirklich eine tiefere Beziehung bestanden hat.
Auch Trevor Morgan als der Sohn Eric Kirby überrascht positiv. Statt lediglich Ballast für die Gruppe zu sein, trägt seine Figur tatsächlich etwas zur Geschichte bei.
Zurück zum alten Charme
Der Humor ist zurück.
Zumindest, wenn man den Humor des ersten Films mochte.
Jurassic Park III schafft wieder den Spagat zwischen Spannung und lockeren Momenten. Ich musste zwar nicht ständig laut lachen – was vielleicht auch daran lag, dass ich den Film allein zu Hause geschaut habe –, aber ein regelmäßiges Schmunzeln konnte er mir definitiv entlocken.
Auch optisch gefällt mir der Film wieder deutlich besser. Statt sich in endlosen Actionsequenzen zu verlieren, konzentriert er sich darauf, dass die Dinosaurier überzeugend aussehen. Und das gelingt erstaunlich gut.
Story: Neue Elemente sinnvoll eingebaut
Über die Grundgeschichte von Jurassic Park III müssen wir nicht lange diskutieren. Ich glaube nicht, dass irgendjemand nach diesem Film völlig überrascht aus dem Wohnzimmer geht. Im Kern bekommt man genau das, was man erwartet.
Trotzdem konnte mich der Film mit einigen neuen Ideen überzeugen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass Steven Spielberg hier erstmals nicht selbst Regie führte. Diese Aufgabe übernimmt Joe Johnston, der einige Jahre später übrigens auch den aus meiner Sicht völlig unterschätzten Captain America: The First Avenger inszenierte. Kleiner Fun Fact am Rande.
Im zweiten Teil hatte ich noch kritisiert, dass man erneut hauptsächlich auf den T-Rex und die Velociraptoren setzte. Diesmal gibt es immerhin frischen Wind: Neben den Raptoren lernen wir den Spinosaurus kennen, der selbst den T-Rex ziemlich alt aussehen lässt. Und endlich bekommen wir auch Flugsaurier zu sehen.
Ganz ehrlich: Was hat eigentlich so lange gedauert?
Die Geschichte erfindet das Rad zwar nicht neu, bringt aber genügend frische Ideen mit, damit ich durchgehend Spaß hatte.
Keine Längen!
Einer meiner größten Kritikpunkte an den beiden Vorgängern war die Laufzeit.
Jurassic Park III löst dieses Problem radikal.
Mit gerade einmal rund 90 Minuten ist der Film etwa eine halbe Stunde kürzer als seine Vorgänger. Dadurch bleibt kaum Zeit für Leerlauf. Frei nach dem Motto: In der Kürze liegt die Würze.
Und genau das funktioniert hier erstaunlich gut.
Fazit: Kurz, knackig und unterhaltsam
Jurassic Park III ist kein Meisterwerk.
Aber das muss er auch gar nicht sein.
Der Film behebt viele der Probleme seines Vorgängers und erzählt eine unkomplizierte, aber unterhaltsame Geschichte. Sam Neill überzeugt als Dr. Alan Grant erneut auf ganzer Linie. Seine lässige Art erinnert stellenweise fast ein wenig an Indiana Jones, ohne dass die Figur ihre eigene Identität verliert.
Gerade wegen seiner kurzen Laufzeit ist das ein Film, den man sich problemlos an einem gemütlichen Abend ansehen kann.
🔥 Bewertung: 7.5/10
Das war’s von mir. Tschüss!


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