📅 Erscheinungsjahr: 1993
🎬 Regie: Steven Spielberg
⏱ Laufzeit: 127 Minuten
🎭 Genre: Abenteuer, Sci-Fi
🎥 Gesehen: Kino (Re-Release)
Keine Sorge – dieses Review ist spoilerfrei. Aber mal ehrlich: Der Film ist über 30 Jahre alt. Wer ihn bis heute nicht gesehen hat, ist selbst schuld.
Natürlich habe ich Jurassic Park schon mehrmals gesehen. Warum also jetzt eine Review? Ganz einfach: Der Film kam erneut ins Kino, und ich konnte mir die Chance nicht entgehen lassen, diesen Klassiker zum ersten Mal auf der grossen Leinwand zu erleben. Denn als der Film ursprünglich erschien, war ich noch nicht mehr als ein ferner Gedanke im Kopf meiner Eltern.
Worum geht’s?
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Milliardär John Hammond hat mithilfe moderner Gentechnologie Dinosaurier zum Leben erweckt. Und was macht man als Erstes mit dieser Sensation? Genau – man eröffnet einen Freizeitpark auf einer pazifischen Insel und stellt die Tiere zur Schau.
Doch nach einem tödlichen Unfall werden die Investoren nervös und verlangen eine Sicherheitsüberprüfung des Parks.
Dafür lädt Hammond drei Experten ein: den Paläontologen Dr. Alan Grant, die Paläobotanikerin Dr. Ellie Sattler und den Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm.
Gespielt werden sie von Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum – und genau dieses Trio gehört für mich zu den grössten Stärken des Films. Die Chemie zwischen den drei stimmt einfach, und jede gemeinsame Szene macht Spass. Leider ging diese Dynamik in den späteren Filmen der Reihe verloren, da das Trio nie wieder gemeinsam vor der Kamera stand (und nein, Jurassic World: Dominion zählt nicht – hust, hust).
Humor und ernste Themen
Jurassic Park verbindet Humor und Spannung nahezu perfekt. Obwohl ich den Film bereits kannte, musste ich im Kino mehrmals laut lachen – und den anderen Zuschauern ging es offenbar genauso.
Gleichzeitig behandelt der Film überraschend ernste Fragen. Nur weil der Mensch etwas erschaffen kann – sollte er es deshalb auch tun? Jurassic Park setzt sich mit Grössenwahn, Verantwortung und den Folgen wissenschaftlicher Hybris auseinander.
Gerade diese ruhigeren Momente gehören für mich zu den stärksten Szenen des Films. Ehrlich gesagt hätte ich mir davon sogar noch etwas mehr gewünscht. Gegen Ende rückt die Action stärker in den Vordergrund. Das funktioniert zwar gut, nimmt den nachdenklichen Szenen aber etwas von ihrer Wirkung.
Optik: Animatronics statt CGI
Für einen Film aus dem Jahr 1993 sieht Jurassic Park erstaunlich gut aus.
Steven Spielberg setzte damals stark auf Animatronics, also mechanische Dinosaurier, und genau das verleiht dem Film einen Charme, den viele moderne CGI-Blockbuster vermissen lassen. Natürlich gibt es ein paar Momente, in denen man dem Film sein Alter ansieht – doch das fällt kaum ins Gewicht, denn die Bilder haben selbst heute noch etwas Magisches.
Soundtrack und Sounddesign
Über John Williams muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Sobald das berühmte Jurassic Park-Thema einsetzt, bekomme ich jedes Mal Gänsehaut.
Auch das Sounddesign ist hervorragend. Wenn der T-Rex auftaucht und sein Brüllen durch den Kinosaal hallt, merkt man erst, wie viel Atmosphäre guter Ton erzeugen kann. Gerade im Kino entfaltet der Film hier noch einmal eine ganz andere Wirkung.
Länge und Tempo
Mit rund zwei Stunden hat Jurassic Park ein angenehmes Tempo. Lediglich gegen Ende zieht sich der Film für meinen Geschmack etwas. Die finale Dino-Action macht zwar Spass, hätte aber ruhig etwas kürzer ausfallen dürfen. Zehn Minuten weniger hätten dem Film meiner Meinung nach sogar gutgetan.
Fazit: Ein zeitloser Klassiker
Jurassic Park trägt seinen Status als Filmklassiker völlig zu Recht.
Das Trio aus Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum harmoniert hervorragend, der Humor funktioniert auch heute noch, und John Williams liefert einen der besten Filmsoundtracks aller Zeiten. Dazu kommen beeindruckende Animatronics, die selbst über 30 Jahre später erstaunlich gut aussehen.
Ja, gegen Ende verliert der Film etwas an Tempo und ich hätte mir noch mehr Fokus auf die philosophischen Fragen gewünscht. Das sind für mich jedoch nur kleine Kritikpunkte.
Ich hatte grossen Spass und bin dankbar, diesen Klassiker endlich auf der grossen Leinwand erlebt zu haben.
🔥 Bewertung: 8/10
…auch wenn da vielleicht ein bisschen Nostalgie mitschwingt – selbst wenn ich damals noch gar nicht auf der Welt war.
Das war’s von mir. Tschüss.


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