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Resident Evil (2026) – Mehr Lacher als Gänsehaut

Bild: Sony Pictures Entertainment

📅 Erscheinungsjahr: 2026
🎬 Regie: Zach Cregger
⏱ Laufzeit: 94 Minuten
🎭 Genre: Horror, Action
🎥 Gesehen: Kino (OV)


Keine Sorge – dieses Review ist spoilerfrei!

Videospielverfilmungen haben schon seit Längerem einen eher schlechten Ruf. Doch in den letzten Jahren haben Filme wie The Super Mario Bros. Movie, A Minecraft Movie oder auch Sonic the Hedgehog bewiesen, dass in diesem Genre durchaus noch ordentlich Potenzial steckt.

Der Trailer zu Resident Evil machte zumindest schon einmal Lust auf mehr – so sehr, dass ich mich sogar zum ersten Mal an die Spielereihe gewagt habe. Umso gespannter war ich auf diese neue Filmadaption, die seit dem 17. September 2026 in den deutschen Kinos läuft.


Worum geht’s?

Der medizinische Kurierfahrer Bryan nimmt eines Abends einen vermeintlichen Routineauftrag an. Er soll ein wichtiges biomedizinisches Paket zum Raccoon City General Hospital bringen. Warum auch nicht? Immerhin winkt ihm nach diesem Auftrag eine doppelte Bezahlung.

Auf den verschneiten Straßen zu seinem Ziel gerät die Lage jedoch rasch außer Kontrolle. Ohne jegliche Waffenkenntnisse muss sich Bryan schon bald in einem Überlebenskampf gegen zombieartige Kreaturen behaupten. Und auch das Paket, das er bei sich trägt, wird plötzlich um einiges wichtiger.


Starke Bilder, schwacher Grusel

Als Regisseur fungiert hier Zach Cregger, der zuletzt mit Weapons (2025) im Horror-Genre für Aufsehen sorgte. Der Film wurde bei den Oscars 2026 mit einem Academy Award ausgezeichnet: Amy Madigan gewann für ihre Rolle als Aunt Gladys den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Cregger ist nach eigenen Aussagen selbst ein großer Fan der Spielereihe, und ich finde, das merkt man dem Projekt an vielen Stellen an.

Gerade die Atmosphäre und das Setting gehören für mich zu den größten Stärken des Films. Seien es verschneite Landstraßen, verlassene Farmhäuser oder dunkle Tunnel – alles sieht optisch sehr ansprechend aus und macht durchaus Freude. Cregger schafft es außerdem immer wieder, Bilder zu kreieren, die ich so noch nicht gesehen habe und die auch einen Tag später noch im Kopf bleiben.

Der Film ist außerdem überraschend witzig. Im Kinosaal wurde immer wieder laut aufgelacht. Nach dem Trailer hatte ich das so definitiv nicht erwartet.

Ich glaube, hier kommt es etwas auf die Erwartungshaltung an. Ich persönlich bin eher mit der Erwartung eines Horrorfilms ins Kino gegangen, weshalb mir der Humor an manchen Stellen beinahe etwas zu sehr im Fokus stand. Wer sich hingegen eher auf eine dunkle Komödie einstellt, dürfte hier definitiv seine Freude haben.


Zwischen Flüchen und Überforderung

Die Hauptrolle übernimmt Austin Abrams, der bereits bei Weapons mit Cregger zusammengearbeitet hat. Obwohl der Schauspieler der englischen Sprache mächtig ist, scheint sein Wortschatz in diesem Film größtenteils auf „Fuck“, „Holy Shit“ und „Jesus Christ“ limitiert zu sein.

Natürlich ist das etwas überspitzt formuliert, aber tatsächlich wiederholen sich seine Dialogzeilen relativ stark. Trotzdem konnte mich Abrams mit seiner etwas naiven und überforderten Art überzeugen. Gerade weil Bryan offensichtlich keine Ahnung davon hat, was um ihn herum passiert, kann man sich als Zuschauer gut in seine Situation hineinversetzen.

Es gibt zwar hier und da kleinere Nebenrollen, doch ähnlich wie in den Spielen liegt der Fokus klar auf einem Hauptcharakter, der die Geschichte weitgehend auf seinen Schultern trägt.


Ohne große Vorgeschichte

Wir werden nicht wirklich ausführlich an den Charakter herangeführt. Der Film legt direkt los und streut erst im weiteren Verlauf immer wieder etwas Charaktertiefe ein.

Mit einer Laufzeit von gerade einmal 94 Minuten wirkt Resident Evil angenehm kurzweilig, was dem Film definitiv guttut. Die Handlung spitzt sich gegen Ende immer weiter zu, wodurch die Spannung bis zum Schluss zunimmt.

Leider konnte ich mich mit dem Ende nicht ganz anfreunden. Um Spoiler zu vermeiden, möchte ich an dieser Stelle aber nicht genauer darauf eingehen. Wer den Film gesehen hat, wird wahrscheinlich wissen, was ich meine.


Fazit: Lustiger Ausflug nach Raccoon City

Für mich persönlich ist der Film etwas zu lustig und gleichzeitig zu wenig gruselig – das kann aber auch an meiner eigenen Erwartungshaltung liegen. Atmosphärisch und vom Setting her macht Resident Evil großen Spaß und weckt durchaus Lust auf mehr.

Die Story ist definitiv nicht oscarreif, bleibt aber über weite Strecken spannend, bevor mich der Film mit seinem Ende dann doch etwas verliert.

Trotzdem glaube ich, dass man mit diesem Resident Evil durchaus Spaß haben kann. Gerade die kurze Laufzeit macht ihn zu einem unkomplizierten Film für einen gemütlichen Abend – sofern man nicht mit zu viel Gänsehaut rechnet.

🔥Bewertung: 6.5/10

Das war’s von mir – bis zum nächsten Mal! Tschüss!

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